Brauereigaststätte Kneitinger

Schon seit über 400 Jahren existiert einer Brauerei auf dem Anwesen des heutigen Kneitinger am Arnulfsplatz, die im der nächsten 250 Jahre öfter den Eigentümer wechselte.Im Jahre 1861 heiratete  Johann Keitinger, ein gelernter Abendsberger Braumeister, die Witwe des verstorbenen Besitzers Johann Islinger und übernahm  Brauerei , den dazugehörigen Sommerkeller am Galgenberg und den Islinger Keller am Galgenberg, eine 1847 eröffnete Gaststätte. Diese Gaststätte, heute Kneitinger Keller, ist die erste Gaststätte der Brauerei Kneitinger.

In den nächsten Jahren entwickelte er das berühmte Kneitinger Bockbier.

Nach seinem Tod übernahm sein Sohn Johann Kneitinger II die Brauerei. Er verfeinerte das Bockbierrezept weiter und gewann damit höchste Preise bei internationalen Ausstellungen.

Johann Kneitinger II war es auch der 1892 neben der Brauerei die Gaststätte am Arnulfsplatz eröffnete. Das Wirtshaus gibt es heute noch und wird von den ‚Hiesigen‘ gerne „Mutterhaus“ genannt.

Johann Kneitinger III führte nach dem Tod seines Vater 1923 mit seiner Frau Sofie das Familienunternehmen fort. Mit dem Tod von Johann Kneitinger 1975 war seine Frau Sofie Alleinerbin des Unternehmens. Da die Ehe kinderlos geblieben war, gründete Sofie Kneitinger 1985 die „Hans und Sofie-Kneitinger-Stiftung“ und verfügte testamentarisch, dass die Brauerei nach ihrem Tod auf die Stiftung übergehen soll.

Seit dem Tod von Sofie Kneitinger im Jahre 1991 ist somit die Stiftung Inhaberin und Betreiberin der Brauerei Johann Kneitinger.

Durch umfangreiche Renovierungen am „Mutterhaus“ und durch den Erwerb und die Renovierung weiterer Gaststätten in den folgenden Jahren gelang des der Stifung den Wert des Stiftungsvermögens erheblich zu vergrößern.

Das „Mutterhaus“ am Arnulfsplatz hat sich auch nach der liebevollen Sanierung seinen ursprünglichen Charme bewahrt und gilt als Inbegriff von Gastlichkeit, professioneller Bierpflege und ausgezeichneter bayerischer Küche. Und jährlich am ersten Donnerstag im Oktober heißt es dann:
Bockbier-Anstich – Ausnahmezustand!

Der „Kneitinger“ ist ohne Frage eine Institution in Regensburg.

Nachtrag: Zu dem Hanomag (siehe Bildergalerie) gibt es eine lustige Geschichte. Der Wagen wurde für die Fahrten zwischen Brauerei und „Mutterhaus“ eingesetzt. Da der Weg nur eine schmale Gasse ist, fuhr der Hanomag vorwärts von der Brauerei zum Wirtshaus, wurde ausgeladen und fuhr rückwärts wieder zurück. Da bei den alten Tachometern die Kilometeranzeige rückwärts läuft, wenn man mit dem Auto rückwärts fährt, hatte der Hanomag nach 10 Jahren täglichem Dauereinsatz nur 9 km auf seinem Tachometer.

Geschichte

  • 1862 Brauerei kommt in den Besitz von Johann Kneitinger
  • 1892 Johann Kneitinger II eröffnet die Gaststätte am Anrnulfplatz, das "Mutterhaus"
  • 1923 Johann Kneitinger III mit Frau Sophie übernhem den Kneitinger
  • 1975 mit dem Tod von Johann Kneitinger III übernimmt seine Frau Sophie die Geschäfte
  • 1991 mit dem Tod von Sophie Kneitinger gehen Brauerei und Vermögen in die "Hans und Sophie Kneitunger Stiftung" über

Bier und Speis

  • Brauerei Kneitinger
  • Schneider Weisse
  • unsere Schweinshaxn
  • bayerische Spezialitäten

Besonderheiten

  • unser Bockbier
  • Tradition, so gibt es unter anderem Kneitinger Biere immer noch aus dem Holzfass (beispielsweise beim Bockbieranstich), Das ist heute eine Seltenheit.
Familie Reichinger

Gekonnt und mit Gespür fürs Detail lenkt die Familie Reichinger seit vielen Jahren die Geschicke des Traditionshauses und schafft zusammen mit dem erfahrenen Personal einen Ort des Wohlfühlens und der Gemütlichkeit.